Carsten Adler

Imker aus Leidenschaft

Vor 25 Jahren ist Carsten Adler das erste mal seinem Schwiegervater beim Imkern zur Hand gegangen. Die Faszination für das komplexe Leben der Honigbienen hat ihn bis heute nicht losgelassen:

„Keine Honigbiene ist alleine überlebensfähig. Nur das ganze Bienenvolk als Gesamtorganismus (der Bien) konnte über Millionen Jahre überstehen. Ständig versucht der Mensch durch Züchtung bei Pflanzen und Tieren mehr Ertrag etc. zu erzielen mit teilweise erschreckenden Ergebnissen.

Ich bin der Überzeugung, dass wir es nicht besser wissen als die Natur und ihre Erfahrung aus Jahrmillionen. Deshalb versuche ich durch meine Betriebsweise einen Beitrag für eine zukunftsorientierte und natürliche Imkerei zu leisten.“

 

„Ich verkaufe keine Sortenhonige, da ich mit den Bienen nicht zu bestimmten Trachtquellen wandere. Dies würde für die Bienen Stress bedeuten. Dafür habe ich natürlich auch einen geringeren Ertrag.

Ich nutze ausschließlich Holzbeuten und Holzrähmchen.

Die Bienen dürfen die Waben im Brutraum komplett selbst bauen. Im Honigraum arbeite ich mit Mittelwänden, die aus Wachs aus dem eigenen Wachskreislauf stammen.

Meine Bienen dürfen schwärmen und sich somit auf natürlichem Weg erneuern und vermehren.

Schwärme dürfen in ihre neue Beute laufen und werden nicht durch das Dach eingekehrt.

Ich kaufe keine gezüchteten Königinnen. Meine Königinnen entstehen aus Nachschaffungs- und Weiselzellen und werden standbegattet. Somit wird eine genetische Vielfalt erhalten, unterstützt und gefördert.

Etwas Honig verbleibt als Teil des Wintervorrates im Bienenstock.

Ich informiere mich ständig über Forschungsobjekte, die zum Ziel haben, den Bienen einen möglichst naturnahen Bienenstock zu bieten. Denn je natürlicher sie leben können umso gesünder sind sie.“