Von der Idee bis ins Regal – wie ich meine kleine Kokosnusspalme wachsen ließ.

Meine Reise begann, als ich 2017 zum ersten Mal mit Naturfasern der Kokosnuss in Berührung kam. Ich lernte Georg Fritzsche kennen, den Inhaber Deutschlands einziger mechanischer Kokosweberei mit Sitz in meiner Heimat, der Eifel. Seit 1929 verarbeitet die Firma Kokosfasern zu 100 % natürlichen Teppichen. Teppiche, die Wind und Wetter trotzen, da das Material von Natur aus einzigartige Eigenschaften besitzt. Es kam mir der Gedanke, dass Eigenschaften eines Teppichmaterials, auf dem man ständig läuft, ähnlich gut für einen Schuh sein müssten, der zum Laufen verwendet wird. Für die Sohle eines Schuhs.

Doch ich stellte mir die Frage: Wozu das Ganze? Und das war meine Motivation.Die Verschmutzung der Ozeane durch Plastik ist eines der größten Probleme unserer Zeit. Neben vielen Produkten, die aus Plastik hergestellt werden, landen überwältigende Mengen herkömmlicher Plastiksandalen Jahr für Jahr im Meer.

Zurück zur Natürlichkeit.

Ich wollte eine Veränderung. Einen Schuh als ökologische Alternative zu Plastiksandalen anbieten, der natürlich und fair hergestellt wird. So experimentierte ich mit Kokosfasern, nähte und verbrachte Zeit bei einem Schuster, um meine Idee in Form zu bringen. Bis ich 2019 meine Bachelorarbeit im Bereich Design mit genau diesem Thema abschloss: der Cocolette. Die Idee wurde mit Prototypen, einer Designsprache und Verpackungsdesign zum Leben erweckt.

Neben meinem neuen Projektalltag als Designerin hat mich die Idee der Cocolette nie losgelassen. Ich gewann den Green Concept Award 2020, den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021, den Red Dot Award 2021 und konnte Aufmerksamkeit generieren. Artikel wurden veröffentlicht, ich bekam Interviewanfragen und sogar in der VOGUE fand die Cocolette Erwähnung. Meine Idee wurde gemocht.

Auf der Suche nach einer Cocooperation.

Um es nicht darauf beruhen zu lassen, ging ich die nächsten Schritte. Nach mehreren Anläufen, potenzielle Partner von meiner Idee zu begeistern und mehreren missglückten Versuchen, schlussendlich die Wendung. Denn auch mein altbekannter Partner, Herr Fritzsche, ließ nie locker und gab den entscheidenden Anstoß, sodass das Warenhaus Manufactum bei mir anklopfte. Sie wollten mein Produkt in ihrem Sortiment!

Das einzige Problem war: Ich hatte zu diesem Zeitpunkt kein Produkt. Ich hatte die Idee und meine Prototypen, aber mehr nicht. Und so fand ich, mit der Hilfe von Manufactum, zu meinem neuen Partner Werner 1911. Uns verbindet die Freude, Produkte zu entwickeln, die zu einem verantwortungsvollen Konsum beitragen. Es passte perfekt.

Das war der Punkt, an dem unsere Cocooperation startete. Mit unserem gemeinsamen Engagement über Monate hinweg entwickelte sich die Cocolette schließlich von der Idee zu einem Produkt. Auf das Endergebnis bin ich und das Team von Werner sehr stolz! Gemeinsam haben wir es geschafft, dass die Cocolette nun online und im Store erhältlich ist.

Und das fasst meine Coco-Story fürs Erste zusammen.

And please remember, walk coconsciously!

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